Was ich so mache

Willkommen auf meinem Blog!
Hier sammle ich (unregelmäßig, aber doch) die Dinge zusammen, die mir wichtig sind.
Sehr viel aktiver bin ich aber auf Twitter unterwegs: https://twitter.com/sarahas_san

Ich habe die letzten drei Jahre im Europaparlament gearbeitet. In und um die Institutionen kann es als Frau sehr schnell sehr unangenehm werden. Das hat nicht zuletzt mit der Machtverteilung in diesem Mikrokosmos zu tun. Hier habe ich festgehalten, wie es ist, als Frau im Zentrum der toxischen Männlichkeit zu arbeiten: https://www.vice.com/de_at/article/zmg5m8/sonnengotter-in-brussel-wie-es-ist-als-frau-im-zentrum-der-toxischen-mannlichkeit-zu-arbeiten

Vor der österreichischen Nationalratswahl 2017 habe ich die Stimmung wiedererlebt, die mir als Kind unter der ersten schwarz-blauen Regierung entgegengeschlagen ist. Hier habe ich niedergeschrieben, Wie ich als dunkelhäutiges Kind Schwarzblau erlebt habe – und warum ich es anderen ersparen will:
https://www.vice.com/de_at/article/xwgbjn/wie-ich-als-dunkelhautiges-kind-schwarzblau-erlebt-habe-und-warum-ich-es-anderen-ersparen-will

Ich lebe seit September 2015 in Brüssel und habe den Lockdown der Stadt nach den Anschlägen auf das Bataclan in Paris hautnah miterlebt. Die U-Bahn fährt nicht mehr, Männer mit Maschinengewehren sind plötzlich überall, Militärfahrzeuge brettern durch die Straßen. Hier habe ich festgehalten, wie beklemmend der Alltag in einer Stadt im Ausnahmezustand ist

Wir leben in Zeiten, in denen Hetze gegen geflüchtete Menschen praktisch auf der Tagesordnung steht. Oft bleiben solche feindseligen Meldungen unkommentiert stehen und werden immer salonfähiger. Aber wie antworten geflüchtete Menschen eigentlich selbst auf Hasspostings im Netz? Das haben wir uns von der Menschenrechts-Bewegung amira gefragt – und einfach mal eine Entgegnung ausprobiert. Seht selbst: Refugees reagieren auf ziemlich blöde Hasspostings im Netz – manchmal mit Humor

Ich habe mich geärgert. Und zwar darüber, dass Kritik an FPÖ-Wählern am Aussehen festgemacht wird: Warum es eine blöde Idee ist, FPÖler wegen ihres Aussehens auszulachen

Ein Text, der mich viel Überwindung gekostet hat: über Frauen in der Journalismusbranche: Hochgeschlafen – eine Erwiderung

Ein Kobuk, in der die Krone eine traumatisierte Mutter zur „Tobenden Türkin“ machte, hat mich wiederum wütend gemacht, um darüber zu schreiben.

Einer der beeindruckendsten Menschen, die ich jemals kennenlernen durfte, ist der Psychologe Georg Fraberger. Er ist ohne Arme und Beine auf die Welt gekommen und hat mit mir ein sehr langes Gespräch über „ein ziemlich gutes Leben“, geführt, das  sich so manch anderer vielleicht gar nicht zu führen traut.

Frauen und IT gelten bis heute leider eher als ungleiches Paar. Und so war auch das Pioneers Festival in Wien stark testosteronlastig – Eine der Wenigen Frauen, die man dort mit ihrem Startup auffinden konnte, habe ich interviewt: Die Gründerin der Plattform „Women investing in Women“ über ihre Broadcasterinnen, die 15-jährige Mädchen sind. Ziemlich coole Frau, wie ich finde.

Der Fall Josef S. wurde vielenorts als Politikum kritisiert und auch mich hat der Ablauf, gelinde gesprochen, verstört. Auffällig war ein polemischer Ton, der Seinesgleichen sucht: Beim Prozess war die Rede von Rädelsführern, Demonstrationssöldnern, Krieg und Terrorismus. Die Strafrechtlerin Alexia Stuefer befand: „erschreckend, welche Sprache hier gesprochen wird„. Wie wird sich dieses Urteil auswirken? Ein Gespräch über #Landfriedensbruch, Demonstrationskultur und zivilgesellschaftliches Engagement in Österreich.

Ein Artikel für den Medienwatchblog Kobuk: Die BBC hatte die Meldung zuerst: Laut einem neuen Gesetz müssten alle Nordkoreaner Kim Jong-uns Frisur tragen. Die Story verbreitete sich wie ein Lauffeuer und wurde weltweit von renommierten Medien aufgegriffen. Etwas Wahres dran, unsicheres Gerücht oder großer Blödsinn? Wie die BBC Nordkoreanern Zwangsfrisuren verpasste:

http://www.kobuk.at/2014/05/bbc-verpasst-nordkoreanern-zwangsfrisur/

Die Recherchen um diesen Artikel warfen eine tieferliegende Frage auf: Warum lachen wir eigentlich so gerne über Nordkorea? Meldungen aus dem Land werden fast reflexartig und johlend geteilt, der Umgang erinnert an popkulturelle Phänomene: „Der kleine Diktator setzt jetzt Flammenwerfer ein? Zum Schreien!“*share share share*

„Für die Menschen vor Ort ist das Surreale bitterste Realität“, so Korea-Beauftragter  Norbert Eschborn.

Ein Gespräch über die Außenwirkung einer abgeschotteten Diktatur und was hinter dem Lachen steckt:  Nordkorea – Zwischen Milchbubi-Diktatur und Disney-Arrangement

Ein Interview mit der Vorsitzenden der Sozialistischen Jugend, Julia Herr. Mit der Frage, welche Gruppe die SPÖ seit Jahren systematisch vernachlässigt, wollte ich eigentlich die Antwort „Österreichs Migranten“ provozieren. Frau Herr überraschte mich mit der Erwiderung: „Die SPÖ vernachlässigt ihre Kernwähler.“ Ein Interview über das Glaubwürdigkeitsproblem der SPÖ und das schwierige Standing einer jungen Frau in alten Strukturen.

Der österreichische Rapper macht nicht nur mit seiner Musik auf sich aufmerksam, sondern äußert sich immer wieder auch politisch – ziemlich ungewöhnlich für einen Rapper, wie ich meinte. Als politischer Flüchtling  aus dem Iran, ist er der erfolgreichste Rapper des Landes und sieht es als seine Pflicht an, die Stimme gegen Heinz-Christian Strache zu erheben.

„Ich bin kein Freund von Flaggen und dem ganzen falschen Nationalstolz“

Ein Thema, das mich persönlich sehr betroffen gemacht hat, besonders, da mein Vater in diesem Land ist: „Die Menschen verdursten im Sekundentakt“ – MEP Michel Reimon war im Nordirak und berichtet über die katastrophale Lage der Jesiden: Auf der Flucht im Nordirak

In der Dichte des globalen Geschehens ergibt sich eine Asymmetrie in unserer Aufmerksamkeit: Manche Krisenherde werden exzessiv beleuchtet, andere Katastrophen hingegen laufen zuweilen völlig hinter dem Rücken der Öffentlichkeit ab. Zu letzteren gehört der jüngste Staat der Welt: Der Südsudan. Drei Jahre nach seiner Unabhängigkeit steckt das Land in einer schweren Krise. Krankheit, ethnische Konflikte und Wellen der Gewalt zerreißen das Land. Ärzte ohne Grenzen waren vor Ort und zeichnen ein erschreckendes Bild: Vergessene Krise, vernachlässigter Staat

http://www.profil.at/articles/1428/982/376673/suedsudan-vergessene-krise-staat

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Kleidung für Kobane – Wir wollen bewegen

Die Story hinter der Aktion: Uns haben die katastrophalen Ereignisse in Syrien und im Irak erschüttert. Gewalt, Propaganda, Unvorhersehbarkeit stürzen von allen Seiten auf die Bevölkerung ein.

Was bleibt: Eine unerträgliche Hilflosigkeit angesichts des Elends der Menschen auf der Flucht. Dazu kommt ein Erschrecken gegenüber der Art und Weise, wie in Österreich die Debatte um Asyl – ein Menschenrecht – geführt wird. Das hat uns den nötigen Impuls gegeben, um etwas in die Hand zu nehmen.

Der kurdische Winter steht vor der Tür und stellt eine Bedrohung für die Situation in den Flüchtlingscamps da; den Hilfsorganisationen vor Ort fehlen die Kapazitäten. Julia Rainer hörte von Bekannten der kurdischen Community in Wien, die an die  irakisch-türkische und syrische Grenze fahren würden, um vor allem Winterkleidung und Kinderkleidung an die Flüchtlinge zu liefern – es fehlt aber natürlich an Allem.

Nach einem Jahr Erfahrung im Asylrechtsbereich hat Julia dieses Thema nicht losgelassen – sie beschloss, zu mobilisieren.

Was zunächst im engeren Freundeskreis begann, bekam sehr schnell eine bewundernswerte Dynamik: Die Menschen, die sich auch ohnmächtig fühlten, begann für das so einfaches Konzept  zu glühen – und einen alten Pulli hat jeder zuhause.

Das zeigt: Die Bereitschaft der Menschen zu helfen ist extrem groß, was sie brauchen ist vor allem eine Plattform dafür. Wir wollten ganz unmittelbar handeln und helfen können – und den Menschen das auch vermitteln. Über Social Media haben wir einen Shout-out gestartet – danach ging alles Schlag auf Schlag. Innerhalb von nur drei Tagen meldeten sich unglaublich viele begeisterte Freunde, Bekannte, und Entferntere und die Aktion begann – aus ganz Wien wurden Säcke mit Kleidung gesammelt.

An nur einem Tag sind über 200 Menschen Fans unserer Facebook-Seite beigetreten – #KleidungfürKobane war ins Leben gerufen. Das zeigt uns: es kann mit wenigen Mitteln etwas geschehen.

Wir wollen spenden, was grundsätzlich ist: Kleidung. Jeder und jede kann dazu beitragen.

Diese unglaubliche Energie wollen wir gerne nutzen, weiterführen und offizieller machen.

Jede Hilfe dafür ist gern gesehen!

 

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